Vienna Opernball in Turkmenistan

Vor einem Jahrzehnt, am Vorabend des 20. Jahrestages der Unabhängigkeit Turkmenistans, fand der erste Wiener Ball in Aschgabat statt und wurde zu einer der schönsten und spektakulärsten Veranstaltungen des Jubiläumsjahres.

Am 11. Oktober 2023 kehrte der 5. Wiener Ball mit der Unterstützung der Stadt Wien in das Land zurück. Mit der Veranstaltung wurde die Eröffnung der neuen Stadt Arkadag in der Nähe der Hauptstadt Turkmenistans gefeiert.

Bei diesem historisch und politisch bedeutsamen Ereignis hatte der international bekannte Choreograf Dimitar Stefanin die Ehre, die Eröffnungszeremonie zu leiten. Zusätzlich zu seiner Rolle als Regisseur und Choreograf führte Stefanin selbst die legendäre Show “Die Maske” aus den 90er Jahren auf.

Nach dem Vorbild des weltweit bekannten Wiener Opernballs wurde als zweiter Akt ein klassischer Wiener Walzer präsentiert. Dimitar und seine Partnerin Irina Gasser wurden vom turkmenischen Publikum mit Standing Ovations herzlich begrüßt. Die Medien zeigten großes Interesse an der Aufführung, dem Konzept und den modernen Kostümen.

Auf die Frage: “Glaubst du, dass ein Zuschauer aus einer völlig anderen Kultur euch verstehen wird? Welche Gemeinsamkeiten siehst du?”, antwortete Dimitar auf Deutsch

Der Tanz nimmt einen besonderen Platz in der Welt der Kunst ein. Er dient als universelle Sprache, die es uns ermöglicht, uns zu verstehen und in Harmonie miteinander zu fühlen. Tanz ist eine Ausdrucksform, die man nicht missverstehen kann. Als Vertreter verschiedener Kulturen und Traditionen werden wir das morgen persönlich erleben. Ich hoffe aufrichtig, dass mein Auftritt hier in Turkmenistan ein wichtiger Meilenstein in unseren kulturellen Beziehungen sein wird, denn ich bin begierig darauf, mehr über dieses Land, seine Kultur und seine Menschen zu erfahren.

Während unseres Gesprächs zeigte sich Stefanin nicht nur an der lokalen Kultur, sondern auch an der Küche interessiert. Er erwähnte, dass er bald Dograma und turkmenisches Plov probieren wird. Sein eintägiger Aufenthalt im Land hat bereits Früchte getragen, denn der österreichische Gast grüßt andere selbstbewusst mit “Salam Aleikum!”

Welche Rolle hat die turkmenisch-österreichische Gesellschaft bei der Organisation deines Auftritts gespielt?

– Sie hat eine entscheidende Rolle gespielt. Meiner Meinung nach tut die Turkmenisch-Österreichische Gesellschaft unter der Leitung von Frau Neda Berger alles, um unsere kulturellen Codes zu verbinden. Die Anstrengungen, die in die Organisation des Wiener Balls gesteckt werden, sind einfach beeindruckend! Die Gesellschaft hat sich als ein effektiver Mechanismus der Kulturdiplomatie zwischen den beiden Ländern erwiesen.

Das Gespräch drehte sich auch um turkmenische Tänze…

Interview Hier!

Die turkmenische Gesangs- und Tanzkunst “Kushdepdi” wurde von der UNESCO in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Der Gast äußerte großes Interesse an diesem Tanz und erwähnte, dass er ihn in Zukunft erlernen möchte.

 

Was die Veranstaltung so besonders und einzigartig machte, war die schiere Kraft des Tanzes, die Menschen verschiedener Kulturen, Altersgruppen und Hintergründe näher zusammenbringt! Dieser Austausch von jahrtausendealten Kulturen begründete eine neue Partnerschaft zwischen Österreich und Turkmenistan mit Hilfe von Tanz und Musik.

 

Der Schwerpunkt lag auf der Aufführung von klassischen Musikstücken wie dem Donauwalzer und turkmenischen Nationalliedern. Die Österreich-Turkmenistan-Gesellschaft initiierte mit Unterstützung des turkmenischen Kulturministeriums diese Veranstaltung, die in Österreich traditionell bekannt, in Turkmenistan aber neu ist. Wie du vielleicht weißt, ist die österreichische Hauptstadt seit über hundert Jahren für ihre zahlreichen Bälle berühmt, und dieses Fest der Musik, des Walzers und der Eleganz findet inzwischen in vielen anderen Städten auf der ganzen Welt statt. Wiener Bälle wurden von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

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2024 © Dimitar Stefanin